Mittwoch, 2. September 2009
Frühlingsbeginn
Donnerstag, 20. August 2009
News der letzten 2 Wochen
Limonen oder Zitronen direkt vom Baum pflücken – das war der Wunsch von Therese. So machten wir uns eines schönen Sonn-Tages auf um die Umgebung nach Gartencentern abzuklappern. Zurück kamen wir dann mit einem Limonenbaum, einem Olivenbaum und drei Hibisken nicht zu schweigen von der ¨¨ä----öööö (das war die Katze, die über die Tastatur gewatschelt ist) Pfefferminze, dem Kaktus für Sämi und noch ein paar anderen Kleinigkeiten... Sämi hat nun seinen ersten Baum gepflanzt und ist stolz darauf. Der Rasen war aber so hart, dass ihm der Gärtner noch geholfen hat. Wir hoffen nun natürlich, dass der Limetree bald möglichst viele Limonen liefert, Blüten sind jedenfalls ganz viele dran.
Ich und Katzen, kein Thema...! ..Dachte ich. Das Resultat der demokratischen Abstimmung innerhalb der Hausbewohner hat 4 Beine miaut und sitzt nun vor meinem Bildschirm. Soviel zu meinem Einfluss in der Familie. Gerechterweise muss ich anfügen, dass ich schlussendlich das OK zu einer Katze gegeben habe. Vorallem die Jungs haben mich weichgeklopft (weisch die sie doch soooo härzig!..)
Am Mittwoch vor einer Woche kam plötzlich ein Anruf von Therese, die wiederum einen Anruf einer Bekannten erhalten hatte. Eine 12 Wochen alte Katze suchte ein neues Heim und war in der Tierklinik „ausgestellt“. First come-first serve hiess das Motto und wir nichts wie los in die Klinik und das in einem Käfig gesetzte Kätzchen hat sofort das Herz aller Anwesenden, inkl. Wartsaal erobert. Nach allem Papierkram wurden die ersten Impfungen gemacht und wir durften das Büsi nach Hause nehmen. Auf dem Weg deckten wir uns noch kurz vor Ladenschluss mit den nötigsten Sachen für einen katzentauglichen Haushalt ein - das war’s, wir waren um einen Hausbewohner reicher!
Mittlerweile hat sie ihre anfängliche Scheu abgelegt und rennt nun mit Highspeed durch die Wohnung. Sie hat Sämi als ihren Held und Beschützer annektiert und übernachtet grundsätzlich nur in seinem Zimmer. Die letzten paar Tage an denen Sämi eine virale Bronchitis auskurieren musste, hat sie sein Bett bewacht und ihn „beschützt“. Sie ist total verspielt und mittlerweile hat sie wohl auch mich mit ihrer Anwesenheit überzeugt..
Lucas hat am Freitag seinen zweiten Wettkampf absolviert, einen Qualifikationswettkampf der Region Gauteng –north. Er hat diesen nun mit noch höherer Punktezahl (74.90) als beim ersten Wettkampf und mit mehr als zwei Punkten Vorsprung gewonnen. Da er auch bei den einzelnen Geräten überzeugte holte er sich neben Gold in der Gesamtwertung noch an 4 anderen Geräten Gold, dazu je eine Silber- und eine Bronzemedaille. Er ist nun für die Provinzmeisterschaft Gauteng qualifiziert und startet dort für die Region Gauteng-north. Bei einer weiteren Qualifikation bei diesem Wettkampf, würde er Gauteng an den südafrikanischen Meisterschaften vertreten. Let’s see! Gratulation für die Super- Leistung.
@home lief auch einiges, Lucas hat mit 2 Schulkollegen am Samstag bei uns im Garten im Zelt übernachtet, nachdem die drei letztes Wochenende bei einem andern übernachtet haben! Es war sehr kalt und die drei haben sich im Zeierzelt aneinander gedrückt ;-).
Ebenfalls am Samstag bekamen wir den ersten Besuch aus der CH, es hat uns sehr gefreut, dass Ändu und Carine auf ihrem Weg in den Krüger bei uns Halt gemacht haben. Bei einem ausgedehnten Mittagessen haben wir einige Infos ausgetauscht und wir konnten ihnen noch ein paar „Insider“-Tipps (tönt völlig überheblich..) weitergeben.
So, that’s it,, Fortsetzung folgt demnächst.
Samstag, 8. August 2009
Erster Wettkampf - erster Sieg
Mittwoch, 5. August 2009
mama, brothers and sisters
Dienstag, 4. August 2009
Adressen-Vielfalt
Freitag, 31. Juli 2009
Erste Schulwoche
Ferien
Montag, 27. Juli 2009
Demnächst Blog
Dienstag, 14. Juli 2009
Iläbe
Mittwoch, 8. Juli 2009
Die Ersten
Nun sind bereits beinahe drei Wochen vergangen, seit wir drei Jungs das erste Mal südafrikanischen Boden betreten haben. Dies drei ersten Wochen sind wie im Flug vergangen und waren im wesentlichen geprägt von Abklärungen, Erkundungen und dem Kennenlernen der lokalen Praktiken, vor allem der eher gewöhnungsbedürftigen Arbeitsabläufe. Doch der Reihe nach:
Das Abenteuer begann am 19. Juni am Abend in Bern. Zum ersten Mal haben wir die Busstationen angefangen mit Rosengarten , Schönburg usw. ganz bewusst wahrgenommen und mit jeder Station entfernten wir uns immer mehr von zu Hause. In Kloten haben wir die Annehmlichkeiten einer Business-Class Reise genossen und uns in der Business Lounge die Bäuche vollgeschlagen. Der Flug war von A-Z ein tolles Erlebnis, jedoch mit völlig verschiedenen Erlebnissen. Mir persönlich war es wichtig, ausgeruht anzukommen und habe entsprechende medizinische Vorsorgungen getroffen, auf der anderen Seite Lucas, der sich zum Ziel gesetzt hatte, die ganzen 10 Flugstunden nicht zu schlafen und Filme zu schauen...er hat sein Ziel erreicht, ich übrigens auch.
Therese hat uns dann die ersten vier Tage die wichtigsten Eckpunkte gezeigt, damit wir uns in dieser Stadt einigermassen zurechtfinden konnten. Pretoria ist flächenmässig enorm gross, die meisten Gebäude, ausgenommen das ganz innerste Zentrum, sind zweistöckig, was einen eher provinziellen Charakter vermittelt. So wussten wir innert kürzester Zeit wo sich die Mall’s zum einkaufen befinden und was die wichtigsten Kenntnisse im Umgang mit den Leuten waren.
Ab dem 5. Tag waren wir drei mit unserem gemieteten Polo auf uns gestellt, da Therese wieder arbeiten musste. Beim Linksverkehr sich gleichzeitig zu orientieren und den Stadtplan auf einem halben Knie zu haben, das bei 20° im Südafrikanischen Winter treibt einem extrem den Schweiss aus den Poren. Dazu zwei nicht ganz pflegeleichte Teenager im Auto, die auf jede noch so blöde Frage eine Antwort haben wollen- es waren definitiv nicht meine pädagogischen Höchstleistungen!
Bereits am zweiten Tag konnte ich der Familienoberhauptin eine erste Auswahl von möglichen Autos präsentieren, die zwar immer noch sehr teuer aber immerhin nicht sauteuer waren. Ein Auto zu kaufen ist hier ein finanzielles Abenteuer, die Preise sind mindestens so hoch wie in der CH, eher höher. Wir haben uns nun für eine Occasion entschieden und hoffen, ihn Ende Woche abholen zu können.
Da wir erst am 3. Juli unser Haus beziehen konnten durften wir in einer „Übergangslösung“ wohnen. Man stelle sich vor, eine Wohnung fast ohne Sonneneinstrahlung, feucht und in der Nacht arschkalt. Dank Bettflaschen, Heizstrahler, Gasofen und 5 Leintücher und Wolldecken haben wir diese 2 Wochen überlebt und sind nun überglücklich in einer hellen Wohnung einziehen zu dürfen. Die Temperaturen sind hier im Winter sehr schwankend. In der Nacht fällt das Thermometer bis auf 2°, am Tag hingegen werden angenehme 20° gemessen und wenn wir dann im T-Shirt draussen sitzen, erinnert uns der Winter eher an den CH-Frühling oder Vorsommer. Das Problem ist nur, dass die Häuser hier weder Isoliert noch beheizt sind, deshalb ist es am Abend und in der Nacht sehr unangenehm.
Wir haben auch bereits 2 verschiedene Parks besucht. Am ersten Freitag gingen wir zu dritt in einem grossflächigen Naturpark auf Stadtboden 10 km wandern und sind dabei auf Zebras, Antilopen, Murmeltiere (Groundsquirrel) und noch andere Tiere gestossen. Ein tolles Erlebnis!-Am ersten Wochenende sind wir dann in der Nähe von Johannesburg/Soweto in den Krugersdorp Game Park, logierten dort in einer Lodge und konnten auf den Fahrten durch den Park (einmal in unserem Auto, einmal mit dem Jeep) enorm viele Tiere beobachten-Löwen auf kürzeste Distanz, Giraffen, Nashörner, Flusspferde, Gnus verschiedene Antilopenarten und viele Vögel. Wenn man den ganzen Tag in der Stadt unterwegs ist (nur Auto, es gibt keine ÖV) ist so ein Parkbesuch enorm erholsam und faszinierend.
Tja und nun sind wir eingezogen in unser Haus und haben uns auch die ersten Einrichtungsgegenstände kaufen müssen. Kühl- und Gefrierschrank, Abwaschmaschine, Büchergestell, TV, etc. zu besorgen bedingen einen enormen Zeitaufwand. Dazu kommt dann auch, dass viele Sachen nicht vollständig oder defekt sind. Wenn man weiss, wie kompliziert es ist sich etwas zu beschaffen (Formulare, Formulare, Ausweise, nochmasl Formulare), dann könnt ihr euch vorstellen, was es heisst, wenn man dann mit einem Problem wieder aufkreuzt.
Bei der Anmeldung für den Sateliten TV-Anschluss z.B. durfte ich eine Stunde in der einen Schlange anstehen, um dann nochmals eine Stunde in der andern Schlange zur Zahlung anzustehen...
Es ist halt Afrika live, es geht alle langsamer dafür auch komplizierter und wenn wir das Gefühl haben, dass wir mit unserer europäischen Denkweise zur Verbesserung der Situation beitragen müssen, ernten wir selbstverständlich Unverständnis.
Lucas und Sämi sind auch bereits in der Deutschen Schule angemeldet und haben auch bereits ihre Schuluniform, die zur Erleichterung der beiden nur aus drei verschiedenfarbigen Poloshirts und schwarzen Jeans mit schwarzen Halbschuhen besteht. Die Schule beginnt am 27. Juli und Lucas hat sich bereits hier in Silver Lakes mit einem Schulkollegen angefreundet, dessen Mutter als Konsulin auf der CH-Botschaft arbeitet. Die beiden haben sich schon beschnuppert und sich anscheinend gefunden. Ignacio, wie der Junge heisst, war bereits 4 Jahre in Kenia, 4Jahre in Argentinien und nun seit einem Jahr hierin Südafrika. Er spricht spanisch, Englisch und Hochdeutsch aber kein Schweizerdeutsch.
Sämi geht es ebenfalls gut, er hat sich so richtig zum Teenie entwickelt. Er freut sich auch auf die Schule, obwohl von ihm Englisch auf Muttersprachenniveau erwartet wird. Wir werden nun beide in den Englisch Stützunterricht schicken.
Ja und in den verbleibenden 2 Wochen bis Schulbeginn werden wir noch ein paar Tage Ferien machen und auch hier im Haus noch weiter einrichten.
Dies ist nun ein eher ausführlicher Blog, da ich länger nicht geschrieben habe. In Zukunft werden sie wieder kürzer und kompakter ausfallen.